Doshas – Vata, Pitta und Kapha

Die Doshas – Gesundheit im Einklang unserer Energien

Die Doshas sind die energetischen “Säfte” des Organismus, die alle körperlichen und geistigen Prozesse steuern. Man kann die Doshas nicht mit klinischen Methoden messen, jedoch kann man ihre Auswirkungen feststellen. Ein frierender Mensch mit Rückenschmerzen und Schwäche ist z. B. in einem Vata-Zustand, d.h. ein Zustand mit erhöhten (angereicherten Vata), während ein hitziger, gestresster Manager mit Bluthochdruck eher in einem Pitta-Zustand ist sowie ein träger, müder, übergewichtiger Diabetes-Patient sich vermutlich in einem Kapha-Zustand befindet. Das bedeutet: Doshas, die sich anhäufen müssen, entweder beruhigt und/oder ausgeleitet werden. Ansonsten besteht die Gefahr von Störungen und Krankheiten, die die Doshas das Gewebe und die Organe angreifen (Entzündung) und später sogar zerstören können. Daher ist eine Doha ausgleichende Lebensweise die Grundlage für ein gesundes Leben.

Vata – Der Impuls des Lebens

Vata ist die Bezeichnung aller Körpergewebe, die im gesamten Organismus Energie und Motivation erzeugen. Darunter zählen die Haut, das Nervensystem und das Gehirn sowie deren Nebenprodukte und Tätigkeiten. Die Nerventätigkeit wird von Vata gesteuert und durchgeführt. Sie ist eine sehr subtile, allgegenwärtige Funktion, die für die Kommunikation im gesamten Körper zuständig ist. Ohne Nervenreiz kann sich kein Muskel zusammenziehen, kein Organ könnte seine für den Körper lebensnotwendigen Funktionen regeln, das Herz könnte nicht schlagen, die Lungen könnten das Atmen nicht steuern, die Verdauung würde nicht funktionieren, das Gehirn könnte nicht denken, die Sinnesorgane würden nichts wahrnehmen und wir wären völlig bewegungsunfähig.

Vata gibt also zu jeder Zeit, an jeder Stelle im Körper den Impuls, weiterzuarbeiten und somit weiterzuleben. Vata-Dhatu ist der Biokatalysator aller Lebensprozesse. Nur durch seine Gegenwart können die Lebensprozesse ablaufen. Er ist sozusagen der Funke, der das Lebensfeuer immer wieder entzündet oder der Odem, der den Körper immer wieder mit neuer Lebenskraft beseelt. Vata ist zu dem Träger des lebenswichtigen Sauerstoffs, den er an alle Stellen des Körpers transportiert. Auf mentaler Ebene bewirkt Vata Motivation, Enthusiasmus, Lebensfreude, Inspiration, Neugierde und Begeisterung. Vata ist das mächtigste der drei Kräfte im Körper. Es ist überall und allgegenwärtig. Es reguliert alle Kräfte im Körper, steuert unser Gehör und den Tastsinn, sorgt dafür, dass alle Körperkanäle offen sind, damit die Nähr- und Abfallprodukte ungehindert passieren können.

Pitta – Der Transformator des Lebens

Pitta ist die Bezeichnung für alle Gewebe, die für die Verdauung zuständig sind. Der Körper gewinnt in erster Linie aus der Verdauung Energie für den Gewebsaufbau und die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen. Neben sämtlichen Verdauungsorganen und Verdauungssäften gehören das hormonelle System und das Blut zu Pitta.

Pitta ist der große Transformator unseres Körpers. Alle Nahrungsmittel, alle Sinnesreize, alle Gedanken müssen nicht nur aufgenommen und weitergeleitet werden (Vata), sondern danach verarbeitet, sprich verdaut werden. Verdauung bedeutet: „Dem Körper ähnlich machen.“ Dadurch kann er die Informationen überhaupt erkennen und dementsprechend darauf reagieren. Diese transformative Kraft von Pitta wird in der Ayurveda mit der wandelnden Kraft des Feuers gleichgesetzt. Nicht umsonst fällt auch die Regelung des Wärmehaushaltes unter seine Regie. Auf mentaler Ebene steht Pitta für Leidenschaft, Sehnsucht, Klarheit, Selbstvertrauen, Würde, Intelligenz und Mut.

Kapha – Der Regenerator des Lebens

Kapha ist die Bezeichnung für alle Gewebe, die dem Körper Kraft geben, ihn regenerieren und immer wieder neu aufbauen. Darunter fallen die Strukturen, die dem Körper Stabilität und Halt geben, wie Knochen, Muskeln und Bindegewebe, aber auch die Gewebe, die den Körper versorgen, jung und frisch halten, wie Blutgefäße, Fettgewebe, Schleimhäute und das Immunsystem.

Kapha reguliert auch die Fortpflanzungsorgane und ist für die Fruchtbarkeit zuständig. Es ist die Kraft, die für den Zusammenhalt des Organismus verantwortlich ist. Kapha schmiert die ständigen Bewegungen von Vata und kühlt das Feuer von Pitta und bewahrt dadurch den Körper vor vorschneller Alterung und Zerstörung. Er ist sozusagen der „Controller“ im menschlichen Körper, der die abbauenden Kräfte von Vata und Pitta immer wieder bändigen muss. Auf der mentalen Ebene steht Kapha deshalb auch für Frieden, Glück, Ruhe, Weisheit, Toleranz, Harmonie, Beständigkeit, Ausdauer, Geduld, Bescheidenheit und Integration.

Vata wird erhöht durch:

Klima Tätigkeiten Nahrung Emotionen
Wind, Kälte

Trockenheit

Herbst, Winter

Wetterwechsel

Bergklima

Sport, Sex

Harte körperliche Arbeit

Arbeit in klimatisierten, kalten oder windigen Räumen

Unrhythmisches Leben

Schlafmangel

Bitter

Herb

Scharf

Kalt

Trocken

Leicht

Angst

Schreck

Nervosität

Ruhelosigkeit

Kummer

Sorgen

Pitta wird erhöht durch:

Klima Tätigkeiten Nahrung Emotionen
Feuer

Hitze

Sonne

Sommer

Ofenwärme

Tropenklima

Beruflicher Stress

Nachtarbeit

Arbeit mit Feuer und Chemikalien

Sport, Sauna, Rauchen

Alkohol trinken

Sauer

Scharf

Salzig

Heiß

Ölig

 

Wut, Zorn

Ärger

Neid

Eifersucht

Sehnsucht

Leidenschaft

Kapha wird erhöht durch:

Klima Tätigkeiten Nahrung Emotionen
Kälte

Feuchtigkeit

Winter

Frühling

Meeresklima

Bewegungsmangel

Mangel an Sport

Übermäßiger Schlaf

Übermäßiges Trinken

Arbeiten in kaltem und feuchtem Klima

Süß

Salzig

Sauer

Kalt

Feucht

Schwer

Ölig

Gier

Faulheit

Lethargie

Anhänglichkeit

Traurigkeit

Schwermut

Nostalgie

 

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